Hallo Unibuss

24 Aug 2016

Ich bin nicht ganz sicher wie ich mit dieser Nachricht beginnen soll. Im Ernst, ich habe niemals daran geglaubt, dass ich einmal einen solchen Brief an Unibuss, an das Unternehmen, das ich sehr respektiere, dessen Teil ich immer noch sehr gerne bin, schreiben würde. Ich habe mich in der Öffentlichkeit nie über Unibuss betreffende Angelegenheiten geäußert. Um so schwieriger ist es nun für mich genau das zu tun in dem ich mich an euch wende. Ich weiß, dass sich viele von euch fragten, was mit mir ist,weil sie mich nicht mehr zu sehen bekamen, ich nicht mehr auf Arbeit war und weder auf SMS, Email oder Telefonanfragen geantwortet habe oder nicht auf Treffen erschienen bin. Ich habe versucht mir etwas Zeit zu verschaffen, etwas Ruhe. Ich wollte nicht Teil eines verrückten Streitens sein, bei dem jeder auf den Anderen schießt und keiner mehr zuhört. Ich wollte abwarten, was passiert, wie sich die Lage entwickelt und ich wollte sehen, wie sich die Situation und meine Gefühle dazu entwickeln würden.

Ich bin sehr traurig darüber euch mitteilen zu müssen, das ich Unibuss verlassen werde. Ich bin mir nicht sicher was es bedeutet, kein Geld mehr von Unibuss bekommen. Ich glaube es bedeutet, dass mein Name von meinem Postfach im Pausenraum verschwindet und man ihn unternehmensintern nicht mehr lesen wird. Ich bin damit einverstanden. Aber dann gehöre ich auch nicht mehr dazu und ich möchte auch nicht mehr mit Unibuss in Verbindung gebracht werden.

Ich bin jetzt in der Lage frei zu sprechen. Das war in den letzten Jahren nicht der Fall. Ich verlasse Unibuss, weil ich fühle, dass es unvermeidlich ist. Ich fühle es massiv körperlich und zutiefst seelisch. Mit den schweren psychischen und physischen Übergriffen der Betriebsführung und ihrer beauftragten Handlanger gegen mich, Mobbing über drei Jahre, mit dem Löschen aus dem SMS-Verteiler des Betriebes, dessen Teil ich war. Mit dem Ausbleiben von Einladungen zu Veranstaltungen, mit dem ignorieren meiner gesundheitliche Situation nach dem Berufsunfall, der ein schwerer Anschlag auf meine Gesundheit war und mir Taubheit, Tinnitus, Sozialphobie und Panikstörungen brachte, mit dem Kaltstellen von Mitarbeitern, die sich für mich einsetzen wollten, gab Unibuss über lange Zeit ein klares Statement ab: Ich bin nicht mehr willkommen.

Bevor ich zu den Schwerpunkten komme, muss ich einiges klarstellen: Ich habe euch alle sehr gemocht. Auch wenn die Dinge nicht immer einfach waren, hatten wir doch ein insgesamt gutes Verhältnis. Das änderte sich gegenüber einigen in der Betriebsführung von Tønsberg und Horten, nachdem sie begannen mir das freie Wort zu verbieten und dazu übergingen mich respektlos zu behandeln, nachdem ich mehrfach erfolgreich für mich und Kollegen Rückzahlungen und höhere Gehälter erstritt. Die Betriebsführung begann aktiv gegen mich vorzugehen. Mitarbeiter ließen mich plötzlich hängen. Trotzdem: Ich hoffe es gelingt einige Freundschaften zu erhalten.

Ich möchte den Brief nicht dazu nutzen euch detailliert anzugreifen oder um fünf Jahre alte Geschichten, wie Umweltverbrechen oder Verkehrsstraftaten aufwärmen. Was ich aber sagen will, ist, dass ich nicht dabei sein werde, wenn bei Unibuss Geschichten über mich verbreitet werden. Und ich habe ein schlechtes Gefühl bei einigen dieser Geschichten, weil ich weiß, das einige von ihnen Fakten enthalten die nicht zutreffend sind. Das Gefühl gründet sich auf den Erfahrungen, die ich mit der Betriebsführung machte und auf Einzelgesprächen mit den engsten meiner Freunde unter den Fahrern. Ich musste mich schon sehr wundern. Weshalb haben es die Leute die da über mich reden nötig derartige Lügen zu verbreiten, wie sie es tun? Um es klar zu sagen, ich glaube nicht, dass ihr feige seid. Aber ihr müsst Stellung beziehen! Es kann nicht sein, das man derart riskant unterwegs ist und mit falschen Routenzeiten und Schrottbussen die Gesundheit von Menschen riskiert. Es kann nicht sein, dass man nach Routenplänen die schon im Sommer nicht funktionieren auf Eis und Schnee unterwegs ist. Wolltet ihr den Eltern eines getöteten Schulkindes tatsächlich erklären ihr hatte keine Wahl, man schlüge euch zurecht tot! Wehrt euch! Beschwert euch! Wenn es sein muss, jeden Tag. Und wenn es nicht anders geht, dann verlasst das Unternehmen bevor ihr selbst gesundheitlichen Schaden nehmt oder anderen die Gesundheit nehmt. Die Busse sind durchweg zu schnell unterwegs. Immer. Systembedingt. Das muss sich ändern. Glaubt nicht den Verlautbarungen der Firmenchefs oder der Regionalzeitung! Das „Tønsberg Blad“ ist als großer Anzeigenkunde von VKT nicht objektiv. Macht euch nicht schuldig! Seit keine potentiellen Mörder!

Mir ist klar, das viele von euch gar nichts mitbekommen haben von den Aktionen gegen mich. Aber ich bin sehr sauer darüber, das so viele von meinen Kollegen das schmutzige Spiel auf kosten der Passagiere von Unibuss, der Kunden von VKT mitmachen. Niemand kann hinterher behaupten er hätte nicht unter extremen Zeitdruck fahren müssen. Jeder von Euch leidet täglich unter Beinah-Unfällen und unter Kundenklagen. Aber ich will, dass ihr wisst, das meine härteste Kritik nicht an eure persönliche Adresse geht. Ich habe in den letzten 5 Jahren soviel nachgedacht, über Unibuss und das Arbeiten des Betriebes, mir liegt so viel auf dem Herzen, ich habe soviel zu sagen, das es nicht möglich ist, das alles in eine Email zu packen. Ich bin dafür offen die Diskussion privat oder öffentlich fortzusetzen unter der Voraussetzung, das man sich an die Regeln hält die die Grundlage von Diskussionen bilden.

Einige werden sich wundern, warum hat er das gemacht? Ich habe dabei nichts gewonnen. Ich habe Freunde verloren, ich habe meinen Job verloren, ich habe 5 Jahre meines Lebens verloren, bei dem was passiert ist. Meine Zukunft ist ungewiss, da ich auch einen Teil meiner Gesundheit unwiederbringlich verloren habe und durch das Schreiben dieses Briefes kann ich nur noch mehr verlieren. Aber was geschied ist so unfair gegenüber so vielen Menschen, auf so unterschiedliche Weise, das ich das nicht für mich behalten kann. Ich weiß, andere Mitarbeiter von Unibuss oder anderer Subunternehmen die für VKT arbeiten, fühlen ähnlich und ich hoffe das das hier sie ermutigen wird, das auch laut und deutlich zu sagen. Das ist auch der Grund, weshalb ich der Meinung bin, diese Email sollte mehr Leute erreichen als nur die Mitarbeiter von Unibuss. Diese Email ist in erster Linie für die Unibuss-Mailinglist geschrieben. Aber ich versende sie auch im LO-Verteiler und gebe sie an das „Tønsberg Blad“ weiter. Ich veröffentliche die Email um mehr Transparenz zu schaffen, um Öffentlichkeit herzustellen. Um auch Leute in der Gesellschaft zu erreichen die in irgendeiner Beziehung zu Unibuss stehen. Die Fürsprecher und Unterstützer des öffentlichen Nahverkehrs und jene, die sich wundern, was zur Hölle eigentlich in dieser Busbude los ist.

Mir ist klar, das auch ich mich nicht in jeder Kundensituation optimal verhalten habe. Ich weiß, Kunden wollen mit ihren Problemen ernst genommen werden und erwarten zurecht professionelle Hilfe. Auch ich war schon Opfer von übergriffigem Service-Personal und ich weiß wie schwierig es ist damit umzugehen. Aber ich halte es für gefährlich, der Idee: „Der Kunde hat immer Recht.“ für die Erreichung von ganz anderen Zielen zu missbrauchen.

Ich habe eine nicht unwesentliche Zeit bei Unibuss gearbeitet und ich kenne den Betrieb in Tönsberg sehr gut. Ich behaupte nicht, das ich in dieser Zeit niemanden verletzt habe. Niemand ist perfekt. Sicher war mein Auftreten gegenüber der Betriebsführung, besonders in Situationen der Selbst- oder Fremdverteidigung nicht immer hoffein. Ich hätte mir in diesen Situationen gewünscht, dass wir miteinander gesprochen hätten. Das ist der beste Weg, den ich kenne um Probleme zu lösen.

Mobbing, Vernichtung, Anfeindungen Verleumdungen, das gezielte Streuen von Unwahrheiten im gesamten Unternehmen, Dritte zu beauftragen das eigene Personal zu kompromittieren oder anzugreifen ist schrecklich und kriminell und es ist etwas, dass ich von Unibuss nie erwartet hätte, von Menschen bei denen ich Ethik und moralisches Handeln vorausgesetzt hatte. Das erste was ich dachte war, wie kann der Chef so einen Fehler begehen? Wie kann er seinen Stellvertreter, Ahmed, in dieser Weise gewähren lassen? Das ist nicht nur unethisch, sondern auch schlecht für das Unternehmen für das er verantwortlich war. Es wäre seine Aufgabe gewesen Probleme zu lösen, anstatt das ganze geschehen zu lassen. Warum? Wie sollte das in irgendeiner Weise gut für Unibuss sein?

Ich muss mich schon sehr wundern, nein besser gesagt es stößt bei mir auf äußerstes Unverständnis, wenn man hier wirklich behauptet, im Interesse der Firma gehandelt zu haben. Es war doch so:

Ich war Mitarbeiter von Unibuss! Ich kannte über die Hälfte aller Mitarbeiter persönlich und hatte zu den meisten ein sehr enges und freundliches Verhältnis. Im Kern wussten alle, dass ich sehr eng mit dem Unternehmen verbunden war. Wenn Unibuss glaubte ich wäre schlecht für das Unternehmen, weshalb hat dann niemand die Mittarbeiter und Kollegen befragt? Das hätte schnell mein gutes Verhältnis zu Mitarbeitern und Betrieb ans Licht gebracht. Statt dessen suchte man gezielt nach Problemen im Kundenbereich. Für meinen Umgang mit Kunden wurde ich in Oslo ausführlich von höchster Stelle gelobt, immer wieder. Und als man auch dort nicht fündig werden konnte, schickte man gezielt Störer ins Feld, diese schreckten zuletzt selbst vor einem kriminellen, körperverletzenden Schreiangriff nicht zurück.

Ich glaube, was hier bei Unibuss passiert, ist sehr gefährlich für die Menschen, im besonderen auch für diejenigen die dort arbeiten. Unibuss ruf hier: „Haltet den Dieb, er hat mein Messer im Rücken!“

Als Mitarbeiter habe ich mich niemals und an keinem anderen Ort unsicherer gefühlt als bei Unibuss. War ich wirklich das schreckliche Arschloch, das Unibuss als Unternehmen bedrohte? Ist Unibuss jetzt, wo man sein Ziel mich zu entfernen erreicht hat, unter Inkaufnahme meiner persönlichen Vernichtung, ein sichererer Ort geworden? Wer soll das glauben?

Man behauptete, in unserem Unternehmen gibt es Leute, schreckliche Arschlöcher, die nicht respektvoll mit der Betriebsführung umgehen. Das heißt, das war das Grundsätzliche Problem. Dann die Lösung: „Wir haben das Arschloch vernichtet!“ Ist das euer Ernst?

Eine andere Sache die mich stark verunsicherte war das Verbot der freien Meinungsäußerung. Das ist eigentlich ein staatlich garantiertes Grundrecht. Doch es sollte nicht betriebsintern, nicht im Internet und nicht in der Öffentlichkeit gelten. Ich habe Pausengespräche vermieden und mich in Betriebsversammlungen nicht mehr zu Wort gemeldet, nachdem ich diesbezüglich von der Betriebsführung angegriffen wurde. Chef und Stellvertreter drohten mir mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen, was mich auch hier stark verunsicherte. Ich habe versucht in den Sozialen Medien auf Sicherheitsprobleme, Umweltstraftaten, bewusste Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit, Rasende Busse usw. hinzuweisen. Dort wurde ich von Vertretern einer arbeitgeberfreundlichen Gegengewerkschaft angegriffen. Auch die örtliche Regionalzeitung, ein großer Anzeigenkunde von VKT, der Auftraggeber von Unibuss ist, war nicht interessiert. Man nannte mich einen Nestbeschmutzer. Und wenn mir die Bedingungen hier nicht passten, könne ich ja wieder in mein Herkunftsland zurückgehen. Und wenn ich versuchte mit der Betriebsführung zu sprechen, wurde ich mit fragwürdigen Kundenbeschwerden konfrontiert. Ich zähle diese haltlosen Unverschämtheiten hier nicht auf.

Ganz grundsätzlich hat Unibuss es versäumt mich als Mitarbeiter und später als Mitglied der norwegischen Gesellschaft zu schützen.

Was ich nicht verstehe ist die Art der Unternehmenskommunikation. Ist es Teil der Unibuss-Personalführung alles geheim zu halten? Wie ich verstehe, das Kundennamen bei Beschwerden nicht genannt werden, um sie zu schützen, so verstehe ich es nicht, wenn Namen von Mitarbeitern nicht erwähnt werden, die jahrelang großartiges für das Unternehmen geleistet haben und dann gehen. Selbst als ein Mitarbeiter den Freitod wählte, war das keinen einzigen Satz wert. Sind Menschen hier nur Verbrauchsgüter? Muss wirklich alles geheim gehalten werden? Ich will hier nicht alle Unibussinterna aufzählen, die ich für Besorgniserregend halte. Unibuss hat erhebliche Probleme in Sachen Mitarbeiterkommunikation und Personalführung. Ich bin extrem besorgt über die Vorgehensweise, der Organisation der Verteilung staatlicher Aufgaben im Bereich Personennahverkehr, über das Verantwortungslose Modell des Subunternehmertums und über das staatliche Gewährenlassen, das eine Firma wie Unibuss erst möglich macht. Meiner Meinung nach sind alle Involvierten Stellen bis hin zum Fahrer im Buss potentielle Mörder, denn ihr Motiv ist Habgier. Um es klar zu sagen, ich möchte zukünftig nicht, auch nicht mit nur irgend einem Teil von Unibuss in Verbindung gebracht werden.

Was man mit mir gemacht hat kam einer Hinrichtung gleich. Und stoppt mich, wenn ich falsch liege aber ist es in demokratischen Rechtsstaaten nicht so, das Richter urteilen? Auf welcher Rechtsgrundlage erfolgte Schuldspruch und Hinrichtung und von wem? Ich weiß, das einige das Gefühl haben, hier kann etwas nicht richtig gelaufen sein. Und ich fasse zusammen. Sie haben alles nur getan, weil sie wütend waren. Rechtsbruch aus Wut. Wie armselig. Und wie falsch besetzt die Posten.

Ein Grund dafür, warum ich nicht gesagt habe wie schlecht es mir ging, bei den Übergriffen und der Art und Weise wie Unibuss handelte war, dass ich sehen wollte wie es Menschen wie mir ergehen würde. Ich wollte sehen, ob es die Chance einer Diskussion innerhalb von Unibuss geben würde. Doch schon bald musste mir klar werden, das das nicht der Fall sein würde. Ich hoffte auch auf andere Personen, die sich vielleicht zu Wort melden würden, oder müssten. Der Betriebschef verließ das Unternehmen sehr leise. Damit war die Sache abgeschlossen.

Als ich bemerkte, das es wohl keinen Raum für Diskussionen geben würde, war ich doch einigermaßen verwundert darüber, wie sich Unibuss Leuten wie mir gegenüber verhält. Gegenüber Leuten, die sich freundschaftlich um Kollegen kümmern und Partei ergreifen, wenn notwendig, die Mängel ansprechen, offen Fragen, helfen, und für einander da sein wollen. Ich fühlte mehr als nur Unbehagen in Bezug auf die Vorgehensweise von Unibuss.

Bewilligter Jahresurlaub wurde gestrichen und ohne Information oder Gespräch auf einen neuen Termin verlegt. Betriebsfeiern, wie auch die Weihnachtsfeier wurden vom Chef der arbeitgeberfreundlichen Gegengewerkschaft organisiert. Das heißt im Klartext: LO-Mitglieder wie Rene, der dänische Freizeitkapitän mit Ostseeerfahrung und LO-Vertrauensmann, Kjell, der der gute Geist der Firma und Gelegenheitsfahrer, und andere werden „vergessen“, sie bekommen keine Einladungen und sind somit von Betriebsausflügen ausgeschlossen und haben keine Weihnachtsfeier. Beim betreten des Pausenraumes grüßt der Chef die Mitglieder der Gegengewerkschaft, dann lange keinen und wenn es sein muss genötigt den Rest.

Das Wissen auf Betriebsfeiern nicht willkommen zu sein schmerzt. Keine Information, nichts. Viele gute Kollegen werden übergangen. Offene Listen, in denen man sich für betriebliche Zusatzqualifikationen und Funktionen oder Posten bewerben kann, werden entfernt, wenn LO-Mitglieder sich eintragen haben und solange wieder leer aufgehängt, bis sich diese nicht mehr neu eintragen oder keine Gelegenheit mehr dazu haben, weil der Dienstplan es nicht mehr zulässt. Wenn man danach fragte, gab es zur Antwort, das man keine Fehler gemacht habe. Doch natürlich gibt es einige, die ich hier nicht nenne, die unzufrieden mit diesem betrieblichen Fehlverhalten sind. Ich bin sehr unzufrieden darüber, das LO-Mitglieder von wichtigen Belangen planmäßig ausgeschlossen werden. Was ist mit der LO-Vertrauensperson: Was ist mit Rene? Wollt ihr ihn auch rausschmeißen?

Ich hoffte, das die Chefetage von Unibuss, die Führung und die Manager von meiner Sache hören, um zu erfahren, was mir hier passiert ist und letztendlich auch warum es passierte. Stattdessen konstruierte man weiter Anschuldigungen, die man gegen mich vorbrachte. Alle waren falsch und konnten mit Hilfe der LO ausgeräumt werden. Von einem Arbeitsunfall wollte man nichts wissen. Das war wieder falsch. Meine Liebe zu geordneter Buchführung und ein Anwalt bewegte die Das Unternehmen zur Aufgabe von haltlosen Behauptungen. Man behielt zu unrecht Lohn und Krankengeld ein und weigerte sich den Sozialbehörden Informationen auszuhändigen, was mich und meine Familie in erhebliche soziale Schwierigkeiten bringen sollte. Es war klar, man wollte Leute, die sich für einander einsetzen nicht nur loswerden. Man wollte sie zerstören. Man gab mir auch zu verstehen, dass ich auch zukünftig keine Anstellung mehr als Busfahrer bekommen würde, weder bei Unibuss, noch bei Anderen, Norwegen sei klein, man kennt sich und Informationen seien auch überbetrieblich schnell ausgetauscht. Deutsche wurden systematisch gemobbt, man versuchte sie loszuwerden und stellte keine neuen mehr ein. Man gab zu verstehen, das Deutsche nicht mehr zum Unternehmen passten, man wolle sich stärker an Skandinaviern oder Osteuropäern orientieren. Im Ernst? Glauben sie wirklich alle Deutsche sind gleich? Und wenn, was ist so schlimm an Ordnung und Sicherheit? Meine Kritik war zu keiner Zeit gegen das Unternehmen gerichtet. Es waren durchweg absehbar positiv wirkende Verbesserungsvorschläge und Warnungen bei Gefahren oder bevorstehenden Gesetzeskonflikten. Und hat man sich diesbezüglich je an mich gewendet? Ist das die Art wie Unibuss mit seinen Mitarbeitern umgeht? Ist man nicht willkommen bei Unibuss, wenn man sich für Kollegen einsetzt, Verbesserungsvorschläge macht oder vor Gefahren warnt? Ist es richtig, anzunehmen, das so etwas den Betriebsfrieden stört, oder der Firma gefährlich werden kann?

Lieber Rene, liebe LO-Mitglieder, danke für die Schokolade und den netten Brief mit der Idee mich zurückholen zu wollen. Ich halte diese Idee mittlerweile für Unsinn. Ich kann mir nicht vorstellen meine Arbeit vertrauensvoll mit einer Gruppe von Leuten fortzusetzen, die kriminelle Gewalt, Lügen und Rechtsbruch als legitimes Mittel im Arbeitsalltag ansehen. Ich bin gegenwärtig gesundheitlich auch gar nicht in der Lage zurückzukehren. Ich wäre auch nicht in der Lage weiter meine Gesundheit und mein Leben zu riskieren um das meiner Passagiere aufs Spiel zu setzen.

Das betriebliche Aufsteigen einer Slowakin samt Ehemann nur weil sie sexuelle Beziehungen zur Betriebsführung unterhält, wie will man das den Mitarbeitern oder dem Management erklären, glauben sie sie kommen damit durch? Was werden sie den Angehörigen von Unfalltoten erklären? Das kommt unvermeidlich auf sie zu, sollten sie ihre Betriebsführung nicht überdenken und grundlegend ändern. Dann kommen sie auch mit ihren Standardlügen, die sie mit Hilfe von über Anzeigenschaltungen gefügig gemachten Regionalzeitungen verbreiten nicht mehr weiter. In denen werden Unternehmer-Statements statt Opferberichte gebracht. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? Keine Chance!

Das größte Problem war eure Verlogenheit, aber Schwamm drüber. Ich lasse das unkommentiert. Ich bin sehr betrübt darüber, das es viele Mitarbeiter bei Unibuss gibt, die das Gefühl haben, nicht offen reden zu können. Und ich hoffe wirklich, das VKT/Unibuss eines Tages wieder ein Betrieb sein kann, den ich respektiere und mit dem eine Zusammenarbeit möglich ist.

Andreas

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